Meditation

Die Grundformel der Meditation ist praktisch das Loslassen. Jedem spirituellen Tun liegt die Kunst des wahren Loslassens zugrunde. Jedes Tun kann somit eine spirituelle Praxis sein. Egal ob Du aufwäschst, spazieren gehst oder die Natur beobachtest, sobald Du Dir der Wahrheit des all-einen Geistes bewusstwirst, beginnt das wahre Loslassen praktisch von selbst. Jedoch, ohne die Kenntnis von Wahrheit und Illusion, muss der Versuch loszulassen erfolglos bleiben. Wahres Loslassen befreit den Geist von seiner eingebildeten Vorstellung, ein getrenntes Wesen, in einer getrennten Welt zu sein. Darüber hinaus erwächst die unveränderliche Erkenntnis des ewigen Lebens und der wahren Liebe zu einer festen Konstante. Wer in der Meditation versucht loszulassen, sich aber gleichzeitig eine schönere Illusion für sein scheinbares Ich wünscht, der kann keinen nachhaltigen geistigen Erfolg erzielen. Die Meditation wird so – wie alles andere – zu einem Götzen. Wahres Loslassen kann prinzipiell in jedem Augenblick praktiziert werden. Dazu braucht es nur die Bereitwilligkeit des Geistes, sich wirklich der Wahrheit hinzugeben.

Es gibt verschiedene Techniken der Meditation. Allen Gemeinsam ist die Überwindung des scheinbar getrennten Ich. Durch fokussierte Vergeistigung ist es möglich, über die Grenzen des Körpers und des Verstandes hinauszugehen… Die Erfahrung einer Meditation sollte in erster Linie zum Wohle Deines Geisteszustandes führen, das heißt zum Wiedererkennen Deines Überflussbewusstsein, welches Deiner wahren geistigen Natur entspricht. Menschen, die viel meditieren erreichen viel mehr wohlwollen in ihrem Leben, nicht weil sie Stress vermeiden, sondern dadurch, dass sich der Geisteszustand des Friedens unmittelbar in der Welt reflektiert. Ihr geistiger Beitrag für das kollektive Bewusstseinsfeld ist unermesslich… Stell Dir vor, dass sich in diesem Augenblick, jeder Mensch für nur 15 Minuten zur Meditation niederlassen würde. Was für eine unglaubliche Energie, würde das kollektive Bewusstseinsfeld dadurch gewinnen?

Wenn wir alle gemeinsam jeden Abend 20:00 Uhr den Fernseher ausschalten und für nur 15 Minuten meditieren würden, könnten wir eine Verbindung im kollektiven Bewusstseinsfeld aufbauen, die es uns ermöglicht, wahre Liebe und Frieden zu erfahren. In einem solchen Bewusstseinszustand des Überflusses, wären wir unfähig einander Schaden zuzufügen. Wir würden uns gegenseitig helfen und unterstützen, weil wir im Innersten wissen, dass Geben wahre Freude macht. Wir würden psychologisch und gesellschaftlich gesunden, woraufhin sich nachhaltig positive Veränderungen ganz von selbst einstellen. Wir bräuchten nur noch jeden Abend hinzuhören und morgens das tun, beziehungsweise lassen, was uns der Heilige Geist, sprich unser all-eines SELBST eingibt. Aus der Zukunftsforschung ist bekannt, dass 5 % der Bevölkerung ausreichen, um so viel Energie ins Bewusstseinsfeld zu bringen, um die ganze Gesellschaft maßgeblich zu beeinflussen. Das hat es schon immer gegeben und ist im Prinzip nichts neues. Wenn wir etwas Neues benötigen, dann eine grundlegende Transformation unseres Bewusstseins. Solltest Du Dich dafür entscheiden einen stillen Beitrag im Hintergrund leisten zu wollen, dann kannst Du gerne folgende Meditation ausprobieren:

Anleitung – Meditation:

Sitze bequem mit aufrechter Wirbelsäule und mach Dir bewusst, dass Du in Wahrheit ein unsterbliches geistiges Wesen bist. Lass Deine Blicke langsam umherschweifen, solange, bis diese Tatsache liebevoll in Dich eingesickert ist. Wenn es für Dich angenehm geworden ist, die Bedeutungslosigkeit der Welt anzunehmen, kannst Du sicher die Augen schließen. Nimm einen tiefen Atemzug, um Dich weiter zu entspannen. Lass diese Entspannung sich in Dir ausdehnen und erlaube Dir, nichts tun zu müssen. Beobachte, wie Dein Geist in die Kraft der Ruhe kommt.

Nimm wahr, wie die Gegenwärtigkeit Dich vollkommen umhüllt und schau ihr dabei zu. Bewerte nichts in Dir und um Dich herum. Lass alles kommen und gehen – jedes Geräusch und jeden Gedanken. Gib Dir selbst die Freiheit, nichts tun zu müssen. Genieße den Luxus der Ruhe. Fühle, wie die Kraft der Gegenwart Dich trägt und lass gleichzeitig weiter von allem los. Gehe vorbei an allen Wirkungen, vorbei an allen Zeiten, vorbei an allen Ideen. Erfasse das Jetzt zwischen allen Momenten. Erkenne die unendliche Konstante des allgegenwärtigen Augenblicks. Verbinde Dich immer weiter mit diesem Augenblick. Fühle, wie Du mit diesem unendlichen Augenblick zu einer Einheit verschmilzt. Sieh, wie der Raum, Zeit, Form, Energie, Masse und Kraft langsam verblassen.

Lass Dich über die Grenzen des wahrnehmbaren Universums emporheben, indem Du die Idee eines Universums gänzlich aufgibst. Vergiss alles, was Du tust, während Du Dich daran erinnerst, was Du bist. Gehe nur noch von Augenblick zu Augenblick, während Du gleichsam alles wieder loslässt. Benutze die Atmung, um immer tiefer zu gehen, während sie Dir wie ein fast unhörbares Geräusch, weit weg vorkommt. Gib jeden Augenblick und jede Idee frei, so als würdest Du sie verschenken. Erkenne die Welt, als substanzlose Illusion in Deinem Geist. Erkenne, dass es Vergangenheit und Zukunft, nicht einen Augenblick, wirklich gegeben hat. Komm vor den Punkt, dass die Quelle aller Augenblicke, jetzt in Dir ist.

In Dir SELBST wohnt latent die Quelle des wahren Lebens, der wahren Schöpfung, des wahren Glücks, der wahren Liebe. Sie sind alle eins. Erkenne, dass Du das Einssein SELBST bist. Erkenne, dass Du die wahre Ursache allen Seins SELBST bist. Erkenne, Dein wahres geistiges Wesen, welches unmöglich sterben kann. Die Quelle in Dir SELBST ist die Ursache, des wahren Lebens. Wahres Leben kann niemals sterben. Erkenne, dass Du das eine wahre Leben bist. Hier gibt es keine Probleme, keine Konflikte, keine Fragen… Erlaube der Quelle des wahren Lebens, alles für Dich zu übernehmen. Bleibe noch einen Augenblick…

Nimm wahr, in welcher Sprache die Quelle zu Dir spricht. Lass ihre Klarheit in Dir aufsteigen. Lass die Energie dieses Augenblicks der Wahrheit, tief in Dein Bewusstsein sinken, während Du langsam die Meditation beendest. Behalte das Gefühl der Erkenntnis, während Du sanften Weges wieder zurück, in Dein Tagesbewusstsein kommst. Lass Dich sanft zurücktragen. Komm wieder zurück in den Körper und öffne die Augen. Spürst Du das Gewahrsein der Quelle Deines SELBST? Du bist dieses Gewahrsein. Halte diesen Geisteszustand. Wenn Du über den Tag feststellst, dass Du draußen bist – halte kurz inne und frag Dich: Was in mir ist unveränderlich? Was in mir ist ewig konstant? Was in mir hat die Quelle nie verlassen?

Das leise Aufsteigen der Antwort erkennst Du mit Deinem Herzen. Lass Dich von Deinem Herz führen und lenken, es kennt den Weg. Kultiviere diesen Geisteszustand, sodass die universelle Führung zu einer festen Konstante Deines Lebens wird. Du kannst dies immer und überall üben, sodass es möglich wird, in weniger als einer Sekunde, Dich wieder anzubinden. Viel Spaß!